Hurghada ist ein beliebtes Urlaubsziel der Deutschen und einer der wenigen Pauschal-Urlaubsorte, welchen wir gerne ab und zu besuchen. Und trotzdem ist es nie ein einfacher Hotelurlaub für uns. Zum Glück, das wäre ja langweilig. „Aber es ist so gefährlich da, geht bloß nicht aus der Hotelanlage raus.“

Jaja, genau… Wir doch nicht.

Wenn ihr Hurghada zum ersten Mal besucht, seid ihr bestimmt aufgrund der Zwischenfälle verunsichert. Ich kann euch beruhigen – das ist normal. Doch wenn ihr erstmal dort angekommen seid, aus dem Flieger steigt, 40 Grad und pralle Sonne auf der Haut spürt, ist alles vergessen.
Wenn man dann vom Flughafen aus mit dem Taxi oder Transferbus zum Hotel fährt, bekommt man meiner Meinung nach schon viele spannende erste Eindrücke, aber nicht unbedingt von den schönsten Seiten des Landes.
Trotzdem mag ich den Flair. Kaputte Straßen und Häuser, viele Menschen, die einen seltsam anstarren und die arabische Musik. Ist halt mal was anderes.

Ägypten war das erste arabische Land, was wir besucht haben und zugegeben damals ging wir davon aus, dass dieser Urlaub ein typischer „Hotelurlaub“ wird. Bis zu dem einen Tag, an dem wir unseren Schnorchel-Lehrer und mittlerweile sehr guten Freund Ahmed kennen lernten.

Von einem aufdringlichen Arbeiter im Hotel haben wir uns eine Bootstour aufquatschen lassen (lohnt sich definitiv – aber dazu später mehr) und am nächsten Morgen um 7:00 Uhr ging es zu meinem Vergnügen los.

Angekommen auf dem Boot, mit einem freundlichen Blick am Morgen meinerseits legten wir uns erstmal in die Sonne. Kurz darauf kamen wir dann mit Ahmed ins Gespräch, der uns dann fragte, ob wir Lust hätten uns mit ihm zu treffen. Skeptisch stimmten wir mit dem Gedanken, es sei immer gut, einen Einheimischen zu kennen, zu.

Wir waren für ein Treffen noch am selben Abend verabredet. Je später es wurde, desto skeptischer
wurden wir und unser Missvertrauen in die Menschheit wurde immer größer. Tausend Gedanken schossen uns durch den Kopf.
Er hielt ein Taxi an. Wir schauten uns fragend an, zögerten einen Moment und atmeten einmal tief durch, bevor wir ins Taxi stiegen. Frei nach dem Motto „no risk, no fun“. Angespannt sagte ich: „Schick schonmal ein Stoßgebet nach oben.“ Der Weg führte uns eine gefühlte Stunde durch die abgewracktesten Gegenden von Hurghada, die man niemals sehen würde, wenn man bloß in der Hotelanlage bliebe.

Nach einer Weile kamen wir dann Gott sei dank lebendig an unserem Ziel, dem Zentrum Hurghadas, an.